Betondachsteine

  • Kurzbeschreibung

    Betondachsteine wurden um 1840 in Bayern erfunden. Seit 1865 werden Betondachsteine mit Seitenfalz hergestellt, der das Eindringen von Wasser verhindert. Betondachsteine werden aus Sand, Portlandzement und Wasser auf Kettenbändern in entsprechend modellierten Unterlagsplatten hergestellt, wobei der eingebrachte Beton geglättet, verdichtet, beschnitten, getrocknet und mit Farbe und einem Wetterschutz beschichtet wird.

Ökologische Bewertung

Sehr gut (29/30 Biobaustoffe.at Öko-Punkte)

  • Herstellung: 5 Punkte - Gewaschener Sand wird mit Zement und Wasser vermengt und erdfeucht im Strang oder einzeln in Form gepresst. Nach entsprechender Trocknung Oberflächenbeschichtung. Endfestigkeit nach 28 Tagen.
  • Verarbeitung: 6 Punkte - Verlegung auf Lattung 4x6 cm, Firste und Grate trocken verlegt..
  • Anwendung: 6 Punkte - Je nach Deckungsart für geneigte Dächer ab ca.22°. Mit Spezialdach-steinen und System-Unterdach ab 7° Neigung möglich..
  • Haltbarkeit: 6 Punkte - > 50 Jahre..
  • Wiederverwendbarkeit: 6 Punkte - Wiederverwendbar, gebrochenes Material als Zuschlag für Betonsteine, Schüttmaterial..

Technische Details

Betondachsteine haben meist nur einen Seitenfalz, was die Anpassung an die Sparrenlänge ermöglicht. Man unterscheidet flache Dachplatten mit tiefliegendem Falz, Dachneigung >25° und Pfannensteine mit hochliegendem Falz, Dachneigung >22°. Die Harzer Pfanne 7 ist mit einer Regensperre ausgestattet und kann im System mit dem Unterdach ab 7° Neigung eingesetzt werden. Die Formate reichen von ca. 33 x 42 bis 37 x 48 cm.

Besonderheit

Kein großer Energiebedarf, weil nur der Zement bei der Erzeugung gebrannt werden muss. Trocknungsenergie stammt großteils aus dem Abbindevorgang. Baubiologisch empfehlenswert.

Quellennachweis

Haus der Baubiologie, Graz, Ing. Günther Dörr

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