Bitumendachbahnen

  • Kurzbeschreibung

    Abdichtungen für sehr flach geneigte Dächer und Terrassen mit Teerpappen haben eine über 100-jährige Tradition. Das Steinkohlenteer wurde mit der Zeit durch Bitumen, einem Abfallprodukt der Erdölraffinerie, ersetzt, aus den Pappen wurden Einlagen aus Kunststoff- oder Glasvlies /-Gewebe. Die Oberflächen sind meistens besandet oder mit Schieferabstreuung als UV-Schutz ausgeführt . Als Flachdachabdichtung kommen heutzutage hauptsächlich Elasomerbitumen-schweißbahnen zum Einsatz, bei denen mittels Gasbrennern das Bitumen erweicht wird um die Bahnen zu verschweißen. Es gibt auch kalt selbstklebende Dichtbahnen.

Ökologische Bewertung

Genügend (21/30 Biobaustoffe.at Öko-Punkte)

  • Herstellung: 4 Punkte - Erdölbasierter Rohstoff. Pappen werden mit zwei Deckschichten aus Bitumen versehen, die Einlagen aus Vlies oder Textilglasgitter verbessern die mechanischen Eigenschaften der Dachbahnen..
  • Verarbeitung: 5 Punkte - Vollflächige Verklebung mit dem Untergrund, durch Anwärmen der Unterseite Bahnenstöße überlappt und verschweißt mittels Gasbrenner..
  • Anwendung: 6 Punkte - Für alle flach geneigten Dachflächen mit oder ohne Auflast. Frei bewittert mit Schiefer-Abstreuung. Gründächer mit Kupferfolieneinlage..
  • Haltbarkeit: 5 Punkte - > 25 Jahre.
  • Wiederverwendbarkeit: 1 Punkte - Nein! Stoffliche Verwertung des in den Bahnen enthaltenen Bitumens ist nicht wirtschaftlich möglich..

Technische Details

Bitumendachbahnen bestehen aus Bitumen, dem Thermoplaste und thermoplastische Elastomere beigemischt sind, um die Materialeigenschaften in Bezug auf Temperaturempfindlichkeit, Gebrauchstemperaturbereich, Haftung und Ermüdungsfestigkeit zu verbessern. Als Produktnorm für Bitumenbahnen dient die DIN EN 13707.

Besonderheit

Einlagig als Notabdichtung von Decken während der Bauphase, ansonsten mehrlagig ausgeführt.

Quellennachweis

Haus der Baubiologie, Graz, Ing. Günther Dörr

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