Bohrlochinjektagen

  • Kurzbeschreibung

    Querschnittisolierung durch Anbringen von mind. 2 nach innen geneigten Bohrlochreihen und anschließendes Einbringen von kapillarverstopfenden und oder –hydrophobierenden Substanzen wie Silikone/Silane, Parafin, Bitumen, Acrylatgel, Harze. Als flankierende Maßnahme ist die Anbindung an die Horizontalisolierung, sowie der Neuverputz des durchfeuchteten und versalzenen Mauerwerks mit einem geeigneten Feuchtmauer- bzw. Sanierputz. Nicht geeignet bei drückendem Hang- und Sickerwasser

Ökologische Bewertung

Befriedigend (24/30 Biobaustoffe.at Öko-Punkte)

  • Herstellung: 4 Punkte - Injektagemittel meist großtechnisch chemisch erzeugt (Erdölprodukte).
  • Verarbeitung: 5 Punkte - Mauerwerks-und Umfelddiagnose, Herstellen der Bohrlochketten, allenfalls Vor-trocknung des Mauerwerkes, Injektage. Ausführung nur durch Fachfirma.
  • Anwendung: 6 Punkte - Bei Sanierung von feuchtem Mauerwerk bei kapillar aufsteigender Feuchte, in Verbindung mit flankierenden Maßnahmen.
  • Haltbarkeit: 4 Punkte - Abhängig vom verwendeten Produkt, keine gesicherten Erkenntnisse.
  • Wiederverwendbarkeit: 5 Punkte - Nicht relevant.

Technische Details

Abhängig vom Durchfeuchtungsgrad und dem freien Porenvolumen kann eine vorherige Mauertrocknung durch Heizstäbe erforderlich sein. Nach erfolgter Injektage, die drucklos oder unter Druck erfolgt, werden die Bohrlöcher mit Quellmörtel verschlossen.

Besonderheit

Auch für Flächenabdichtungen bei nur einseitig zugänglichen Wänden möglich. Wirksamkeit bis zu ca.70%

Quellennachweis

Haus der Baubiologie, Graz, Ing. Günther Dörr

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