Faserzementdachsteine und -platten

  • Kurzbeschreibung

    Faserzement wurde von Hatschek Ludwig erfunden und 1900 zum Patent angemeldet. Seit 1903 sind diese Faserzementprodukte unter dem Markennamen „Eternit“ im Handel. Diese Platten ermöglichten sehr leichte Dacheindekungen in den verschiedensten Deckungsarten, flach oder gewellt. Nach Bekanntwerden der Gesundheitsschädlichkeit von Asbest, wurden dieser durch andere Fasern schrittweise ersetzt. Seit 1.April 1993 sind alle Eternit-Produkte asbestfrei (AF).

Ökologische Bewertung

Gut (27/30 Biobaustoffe.at Öko-Punkte)

  • Herstellung: 5 Punkte - Auf der „Hatschekmaschine“ wird aus den gemischten Komponenten ein Faservlies erzeugt, das bis zur angestrebten Dicke auf eine Trommel gewickelt wird. Nach Absaugung des Überschusswassers Trocknung , Formatierung und Oberflächenbeschichtung..
  • Verarbeitung: 6 Punkte - Kleintafel- und Steinschindelmaterial nur von geschultem Fachpersonal verarbeitbar. Wellplattenmontage durch Verschraubung mit Dichtschrauben..
  • Anwendung: 6 Punkte - Je nach Deckungsart für geneigte Dächer mit Dachplatten ab 15°. Mit Wellplatten ab 7° Neigung möglich. Auch Gründächer mit vertikal und Horizontal verlegten Wellplatten möglich.
  • Haltbarkeit: 6 Punkte - > 50 Jahre,.
  • Wiederverwendbarkeit: 4 Punkte - Wellplatten wiederverwendbar, Kleintafeln nur bedingt wiederverwendbar. Stoffgruppe Bauschutt..

Technische Details

Flaches Dachmaterial in Form von Rechtecksteinen und Schindeln für Doppeldeckungen, Rhombussteine, Rhombusschablonen und Wellplatten für Einfachdeckungen . Enthält 38,6% Portlandzement, 2,5% synthetische Armierungsfasern, 13% Prozessfasern (Zellulose), 11,4% Kalksteinmehl, 16% Wasser und 18,5% Luftporen. Oberflächenbeschichtung mit Reinacrylatfarben.

Besonderheit

Leichtes Bedachungsmaterial mit vielen Deckungsmöglichkeiten. Baubiologisch empfehlenswert.

Quellennachweis

Haus der Baubiologie, Graz, Ing. Günther Dörr

Produzenten

Partner werden

Händler

Partner werden

Dienstleister

Partner werden