Polyethylenfolien (PE-Folien)

  • Kurzbeschreibung

    Polyethylen ist ein durch Kettenpolymerisation von Ethen (CH2 = CH2) hergestellter thermoplastischer Kunststoff mit der vereinfachten Kettenstrukturformel [-CH2-CH2-]n. Der Kunststoff wird auf Basis von Acetylengas konventionell petrochemisch oder in Zukunft auch aus Ethanol hergestellt. Die Folien aus PE-LD (niedere Dichte) werden in der Bau-und Verpackungsindustrie, sowie in der Landwirtschaft eingesetzt.

Ökologische Bewertung

Gut (27/30 Biobaustoffe.at Öko-Punkte)

  • Herstellung: 4 Punkte - Erdölbasierter Rohstoff. PE-LD wird bei einem Druck von 1500 bis 3500 bar und einer Temperatur von 100 bis 300°C mit Hilfe von Initiatoren hergestellt..
  • Verarbeitung: 5 Punkte - Verlegung auf der Innenseite von mehrschichtigen Konstruktionen. Stöße und Anbindung an Bauteile müssen dicht verklebt werden..
  • Anwendung: 6 Punkte - An Dachschrägen, Deckenuntersichten, Holzständerwänden, unter Estrichen und Bodenplatten..
  • Haltbarkeit: 6 Punkte - Ohne UV-Belastung > 100 Jahre.
  • Wiederverwendbarkeit: 6 Punkte - Wiederverwertbar (Regranulat), biologisch nicht abbaubar..

Technische Details

Als Dampfbremsen werden PE-Folien in Dicken von 0,1 und 0,2 mm eingesetzt. Durch den hohen μ-Wert von 100.000 ergeben sich Sd-Werte von 100 bzw. 200 m äquivalente Luftschichtdicke. PE ist durch seine hohe Beständigkeit gegen Säuren, Laugen und Chemikalien sehr langlebig und nicht biologisch abbaubar. Unter UV-Bestrahlung versprödet es und zerfällt in immer kleinere Partikel (Mikroplastik).

Besonderheit

Hohe Dampfdichtigkeit, verhindert Rücktrocknung in den Raum im Sommer .

Quellennachweis

Haus der Baubiologie, Graz, Ing. Günther Dörr

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